________________Herzlich Willkommen!________________

Was läuft falsch in der Gesellschaft von heute? Was kann Schule leisten, wenn Jugendliche anscheinend immer aggressiver und viele Menschen anscheinend immer bildungsferner werden? Welchen  positiven Beitrag kann bspw. das bilinguale Lernen dabei leisten? Welchen Einfluss müssen PädagogInnen auf Eltern, Medien und die Bildungspolitik nehmen, um die Gesellschaft weiterzuentwickeln?

Um diese und ähnliche Fragen gemeinsam zu erörtern, kamen vom 31.01. – 06.02.2009 renommierte ReferentenInnen und 30 LehrerInnen aus Schule und Erwachsenenbildung verschiedenster europäischer Länder zu einer Fortbildung in Budapest zusammen. Dies hier ist das analoge Webblog der Comenius/Grundtvig reThink!2 Fortbildung, der über die Inhalte, Hintergründe und Zusammenhänge Auskunft gibt.

In der Rubrik Themen finden Sie die wesentlichen Beiträge der ReferentenInnen, die Rubrik Wiki:Civic: informiert über die wesentlichen Begriffe aus der Fachwelt, unter Programm finden sie die Hintergründe und Zusammenhänge der Veranstaltung und die Rubrik Civic Education beschäftigt sich mit der dringend notwendigen Veränderung der Bildungssysteme und Bildungsinhalte in Europa.

Lehren und Lernen benötigen also ein generelles Umdenken. Auch was Demokratie in Wahrheit bedeutet, ist den meisten Menschen nicht wirklich klar. Sie wird irrtümlicherweise meist auf die Entscheidung der Mehrheit  reduziert. „Demokratie lehren und lernen“ ist aber weit mehr als nur die Beteiligung an Wahlen, wie folgendes Beispiel zeigt: Adolf Hitler ist nicht durch einen Militärputsch, sondern durch eine relativ demokratische Wahl in Deutschland und 1938 durch eine Volksabstimmung auch in Österreich zur endgültigen Macht gelangt.

Dieser Vergleich eine Übertreibung? Keineswegs, wenn man berücksichtigt, dass im österreichischen Bundesland Kärnten heute die Wähler rechtsrechter Parteien wiederum rd. 50% betragen und eine davon den Regierungschef (Landeshauptmann) und den Großteil der Regierung stellt. In diesem Zusammenhang ist die Frage wie eine „Schule nach Auschwitz“ eigentlich aussehen sollte immer noch ungeklärt,. auch ist nur ganz wenigen sind die Zusammenhänge bewusst die die negativen PISA-Ergebnisse, Mobbing und unzureichende Sozialkompetenz  untereinander verbindet. Die SchülerInnen sind seit eh und je im Grunde dieselben. Es sind vielmehr die Lehrer, die mit ungeeigneten pädagogischen Konzepten und schädlicher Beispielgebung den Lernerfolg verhindern. Es braucht also deren Einsicht, wenn man will, dass sich die Gesellschaft verändert.

Bildung und Sozialverhalten sind bekanntlich auf das Engste miteinander verwoben. Wähler, die primär nach Führerfiguren und nach Law and Order rufen, fehlen meist die nötigen Kompetenzen. In diesem Zusammenhang wollen wir Wege aufzuzeigen, wie Schlüsselkompetenzen durch gehirngerechtes, nonlineares, soziales, handlungsorientiertes, autonomes, kommunikatives und implizites Lehren und Lernen besonders effektiv und nachhaltig generiert werden können. Es geht deshalb bei reThink! insbesondere um die Vernetzung von Sozialem Lernen, „Brain Compatible Learning“, Fremdsprachenerwerb, Politischer Bildung und Demokratiepädagogik.

Ziel dieser Fortbildungsveranstaltung war es, unter Zuhilfenahme des Fremdspracherwerbs gleichzeitig auch die  Anliegen der Politischen Bildung bekannter zu machen, bzw. die Zusammenhänge und Wechselwirkungen von erfolgreicher Sozialisierung und Lernerfolg deutlich zu machen.

Das Leitungsteam der
European Civic Education Foundation.

 

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Herzlichen Dank an die Europaschule Budapest für das Zurverfügungstellen ihrer Ressourcen.

 

rethink-gruppe

TeilnehmerInnen an reThink! 2

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Erwartungen der TeilnehmerInnen an reThink! 2

 

  • Neue Kenntnisse über Demokratiepädagogik am Anfang des 21. Jahrhunderts

 

  • Abbauen von Vorurteilen über Politik und politische Handlung in der Gesellschaft eines Landes wo die Politik und die PolitikerInnen missachten werden und wo besonders die Jugendlichen nichts davon wissen möchten

 

  • Das Erlernen von Strategien im DaF-Unterricht für ein soziales Lernen

 

  • Mich und meine StudentInnen über das Erlernen von Fremdsprachen weiter- bilden

 

  • Lernen wie ich meine StudentInnen nicht nur die deutsche Sprache sondern auch eine engagierte Haltung gegenüber der Realität und der aktuellen Gesellschaft (Globalisierung, Konsumgesellschaft, Neoliberalismus, Migration, Gleichberechtigung, Mehrsprachigkeit, Interkulturalität) beibringen kann

 

  • Lernen wie ich die Beziehung zwischen Literatur und Civic Education im DaF-Unterricht vermittlen kann

 

  • Mehr Wissen um die Zusammenhänge zwischen Hirn und Lust am Lernen; Die Fähigkeit, in interkulturellen Gruppen möglichst alle Lernenden anzusprechen und sie zu lustvollem, eigenständigem Lernen zu motivieren.

 

  • Die Freude der Lernenden am Spracherwerb und an der Teilnahme am sozialen Leben zu wecken und fördern zu können. Durch neues Wissen den eigenen Unterricht zu optimieren.

 

  • Ich möchte mich,(für einen kommunikativen Unterricht) mit den neusten Erkenntnissen auf der Neuropädagogik und Didaktik vertraut machen. Dazu noch vieles über die Methoden und Lehrtechniken der anderen europäischen Länder erfahren und Vergleiche machen.’Lernen lernen’ und ’lebenslanges Lernen‚ sind für mich die wichtigsten Forschungsgebiete beim Erwerb einer Fremdsprache.

 

  • Praktische Hilfen für meinen Unterrichtsalltag mit lernschwierigen und sozial auffälligen Kindern und Jugendlichen. Fachaustausch und Vernetzung mit anderen engagierten Lehrkräften und Weiterbildnern. Persönliche Weiterentwicklung und Professionalisierung.

 

  • Demokratie „vererbt sich nicht „von allein“, sondern muss immer wieder neu erarbeitet werden. Dazu werden „Tugenden“ benötigt, die Schule lehren und erfahrbar machen muss.

 

  • Ich wünsche mir eine Verknüpfung der beiden Themen und damit einen neuen Ansatzpunkt und neue Argumente für die Unterrichtsentwicklung im eigenen Unterricht, in meiner Schulgemeinde und als Moderatorin in der Lehrerfortbildung.

  • Gerade für die mediale Vermittlung von demokratischen und umweltorientierten Themen ist es wichtig, genau zu wissen, wie unser Gehirn Wissen aufnimmt und positiv umsetzt. Aber auch in der Projektarbeit mit jungen Menschen möchte ich Widerstände vermeiden und viele positive Impulse setzen.

 

  • Bei uns haben wir immer wieder Probleme mit frustrierten oder integrierten Schülern, die keine Wissensvermittlung bzw. kein Erlernen von Fertigkeiten mehr wollen. Durch neue Ansätze für den Unterricht und die dazugehörende Pädagogik sowie ein grundlegendes Verständnis für die hirnorganischen Lern- und Speicherprozesse, erhoffe ich mir wieder neue Chancen für uns und die Schüler zu schaffen.

 

  • Als engagierter Lehrer und Biologe stehen die Vermittlung von Lerntechniken in meinem Unterricht gegenüber der reinen Wissensvermittlung im Vordergrund. Da ich auch als Klassenlehrer eingesetzt werde, verwende ich in meinem Unterricht viel Zeit auf das Training von Lerntechniken (Methodentraining an Projekttagen) und die Einübung von Sozialkompetenzen. Dazu habe ich an einer zweijährigen Fortbildung im Lions Quest Programm teilgenommen. Diese Ansätze sind bereits in unserem schulischen Alltag fest verankert. Da ich an unserer Schule auch für die Weiterentwicklung des Unterrichts verantwortlich bin, sehe ich in dieser Fortbildung die Chance, die bestehenden Konzepte an unserer Schule mit neuen Impulsen weiterzuentwickeln. Ich sehe mich also in der Rolle des Multiplikators, der neue Lernformen im Kollegium weitergibt, um unsere schulische Arbeit voranzubringen. Als naturwissenschaftlicher Lehrer sehe ich für mich persönlich in dem Ansatz, politische Bildung mit modernen Lernformen zu verknüpfen, einen besonderen Anreiz, da moderner Unterricht immer fächerverbindend und fachübergreifende Ansätze enthalten sollte.

 

  • Spannende Inputs, praktische Übungen, Erweiterung meines Wissens im Hinblick auf meine Arbeit mit SchülerInnen und Lehrpersonen, im Speziellen bei der Neugestaltung unserer Schule mit dem Profil „Forschen, entdecken, vertiefen“. Ich freu mich auch, Demokratiepädagogik als neues Thema kennen zu lernen.

 

  • Wir lernen solang wir leben und da ich mich zur Zeit mit „chunks“ in Wirtschaftsdeutsch auseinandersetze, finde ich die Opportunität einer solchen Fortbildung faszinierend. Gerade was ich mir für meine Untersuchung wünsche: gehirngerechtes und autonom soziales Lernen.

 

  • Soziale Kompetenzen sind besonders wichtig für die Lehrer. Alle möglichen neuen Methode und Innovationen zur Verbesserung sozialer Kompetenzen bei der Ausbildung eines Lehrers sind immer aktuell. Ich hoffe, dass durch diese Vorbildung, woran die Leute aus verschiedenen Ländern teilnehmen, zum ersten ich meine eigene soziale Kompetenz verbessern könnte. Zum zweiten könnte ich die neuen Kenntnisse über gehirngerechtes Lernen für eigenen Fachunterricht verwenden. Auch dieses Material und Erfahrungen möchte ich für die Kollegen in der Fakultät für Sport und Gesundheitswesen, für die Studenten, die Lehrer werden, verbreiten.

 

  • Wissenschaftlich fundierte Anregungen für den eigenen Unterricht. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse als Anregung für den Lehrkörper (Konferenzen) und Eltern (Elternvorträge) Möglichkeiten zur Unterstützung schwach begabter SchülerInnen.

     

  • Ich habe mich bereits intensiv mit den psychologischen/neurobiologischen Voraussetzungen von Lernprozessen auseinandergesetzt (Brainwash – Einführung in die Neurobiologie, DVD Gerald Hüther: Eine Einführung in die Neurobiologie für Pädagogen, Therapeuten und Lehrer, sowie Prof. Manfred Spitzer: Geist und Gehirn – Kurs Neurobiologie und Lernen auf 8 DVDs). Von der Fortbildung erwarte ich einen regen Erfahrungsaustausch sowie weitere Impulse für die Umsetzung eines gehirngerechten Lernprozesses sowohl bei meinen sehr leistungsschwachen als auch den leistungsstarken Schülern.

 

  • Vermittlung aktueller Entwicklungen auf dem Gebiet des gehirngerechten Lernens, insbesondere aber praxiserprobte Konzepte für die Umsetzung in der Organisation/Schule. Abbildung der Theorien auf die Kompetenzentwicklung, bzw. die Sensibilisierung für demokratische Prozesse. (social learning)

 

 

 

 

 

 

 

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